Gartenarbeit ohne Rückenschmerzen

| 21. Mrz. 2011

Arbeit im Garten ist ein willkommener Ausgleich zum grauen Büroalltag. Wer dabei obendrein auf die Anschaffung rückengerechter Geräte achtet, hilft auch seinem Rücken.

Natürlich ist es ein herrlicher Ausgleich und eine wundervolle Entspannung, nach einem langen Tag im Büro im Garten auf andere Gedanken zu kommen. Unkraut jäten, Sträucher schneiden, Rasen mähen – all das hilft, den Kopf frei zu bekommen.

Doch ist es auch gut für den Rücken? Hier ist Vorsicht angebracht, denn ein großer Teil der Gartenarbeit erfolgt in Fehlhaltungen.

Rückenschmerzen nach Gartenarbeit müssen nicht sein

Die Fehlhaltungen haben oft einen Grund, der sich einfach beheben lässt: Achten Sie auf geeignete Gartenwerkzeuge. Denn wie der deutsche Aktion Gesunder Rücken (AGR) e.V. in einer kürzlich veröffentlichten Aussendung feststellt, „erzwingen herkömmlich konstruierte Geräte wie Rasenmäher, Schaufeln oder Rechen oftmals regelrecht eine rückenunfreundliche Haltung.“

Die Lösung: Achten Sie beim Kauf Ihrer Gartengeräte auf das AGR-Gütesiegel, das von den Experten der Aktion Gesunder Rücken nur an Produkte vergeben wird, die orthopädischen und ergonomischen Standards gerecht werden. Dieses Jahr wurden erstmals auch rückenfreundliche Rasenmäher gekürt, die folgenden Anforderungen entsprechen (genannt wird hier etwa der Akku- und Elektro-Rasenmäher Rotak von Bosch):

  • Für unterschiedlich große Personen muss ein ermüdungsfreies Arbeiten in aufrechter Körperhaltung möglich sein.
  • Eine physiologische, körpergerechte Handhabung muss gewährleistet sein
  • Eine leichte Manövrierfähigkeit des Mähers muss gegeben sein
  • Alle Bedienelemente müssen gut und leicht handhabbar sein
  • Der Rasenmäher muss leicht zu tragen sein.
  • Eine leichte Verstaubarkeit muss möglich sein.

Auch bei anderen Gartengeräten lassen sich die Belastungen für den Rücken erheblich reduzieren – zum Beispiel durch geschwungene Griffe, wie sie etwa in der Linie von Ergobase zur Anwendung kommen. Beim Kauf von rückenschonenden Gartengeräten sollten folgende Kriterien erfüllt sein.

  • Der Griff muss so konstruiert sein, dass sich die Last wesentlich leichter bewegen lässt als bei anderen Werkzeugen. Es muss also das Verhältnis zwischen Last- und Krafthebel zugunsten des Krafthebels verbessert werden.
  • Die Form des Griffs muss zusätzlich eine individuell angepasste Greifhöhe ermöglichen und dadurch einen rückenschonenden Gebrauch gewährleisten.
  • Außerdem muss die Griffkonstruktion eine verbesserte Handhabung der Geräte ermöglichen und zudem eine Entlastung von Schultern, Händen, Oberschenkeln, Knien, Füßen und Gelenken sicherstellen.
  • Von besonderer Bedeutung ist auch die Stabilität und gesamte Beschaffenheit der Gartenwerkzeuge. Sie muss die Sicherheit des Nutzers garantieren.

In diesem Sinne wünschen wir unseren Leserinnen und Lesern eine angenehme und entspannende Gartenarbeit. Und achten Sie auf dabei Ihren Rücken. Immer.

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