Osteoporose: Symptome und Therapie

| 1. Nov. 2010

Als Osteoporose, auch Knochenschwund genannt, bezeichnet man eine Krankheit, die den Knochen anfälliger für Brüche macht. Das Skelett wird bis etwa zum 30. Lebensjahr aufgebaut. Nachdem die maximale Knochenmasse erreicht ist, überwiegt der Knochenabbau. Bei dieser Krankheit nimmt die Knochenmasse stärker als normal ab. Dadurch wird der Knochen instabil und porös. Vor allem Frauen und Männer im höheren Lebensalter sind von Knochenschwund betroffen.

Man unterscheidet zwischen der primären und der sekundären Osteorporose. Für die primäre Osteoporose, unter der etwa 95 Prozent aller Betroffenen leiden, ist hauptsächlich das Alter verantwortlich zu machen. Die sekundäre Osteoporose kann von verschiedenen Vorerkrankungen begünstigt werden. So gehören zum Beispiel Menschen mit einer Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes, Laktoseintoleranz oder rheumatischen Erkrankungen zur Risikogruppe.

Symptome von Osteoporose

Da es keine Symptome zur Früherkennung gibt, ist das erste erkennbare Symptom fast immer ein Knochenbruch (Fraktur). Die Heilung von osteoporotischen Knochenbrüchen ist allerdings nicht beeinträchtigt. Bei fortgeschrittenem Knochenschwund treten unter anderem folgende Symptome auf:

  • Rückenschmerzen: Verursacht durch ein Einbrechen eines Wirbelkörpers.
  • Chronischer Osteoporoseschmerz: Durch häufiges Einbrechen von Wirbelkörpern kommt es zur Fehlstatik und somit zu Fehlbelastungen des Bewegungsapparates. Schmerzhafte Verspannungen sind die Folge.
  • Größenabnahme: Durch die Verkürzung der Wirbelkörper kann sich die Körpergröße um mehrere Zentimeter verringern. Aufgrund der verkürzten Wirbelsäule treten Hautfalten am Rücken auf (Tannenbaumphänomen) und der Bauch wölbt sich nach vorne (Osteoporose-Bäuchlein). Das Einbrechen der Brustwirbel führt zum Rundrücken.

Therapie von Osteoporose

Wie bei allen Krankheiten gilt auch hier: Je früher die Krankheit erkannt und therapiert wird, umso besser stehen die Chancen, schwerwiegendere Folgen zu vermeiden.

Es gibt viele Möglichkeiten der medikamentösen Behandlung. Eine gesunde Lebensweise, regelmäßge Bewegung und die ausreichende Zufuhr von Kalzium und Vitamin-D wirken sich zudem positiv aus. Verschiedene Ausdauersportarten sind besonders geeignet. Zum Beispiel Walking oder Wandern. Zur Vorbeugung und Therapie gibt es auch alternativmedizinische Möglichkeiten, wie zum Beispiel die Magnetfeld-Therapie. Alle Therapiemöglichkeiten geben Hoffnung auf eine erfolgreiche Heilung der Krankheit.

Die beste Möglichkeit der Vorbeugung ist eine „knochenfreundliche Ernährung“. Eine ausreichende Vitamin-D- und Kalziumzufuhr spielen hier eine tragende Rolle. Aber auch eine fett- und kalorienbewusste Zusammenstellung der Ernährung trägt zur Vorbeugung bei. Unter anderem sind auch phosphathaltige Lebensmittel für erhöhten Kalziumverlust des Körpers verantwortlich. Schokolade und fettreiche Lebensmittel sollten daher nur in Maßen genossen werden.

Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft fördert den Knochenstoffwechsel und das natürliche Sonnenlicht regt die Vitamin-D-Produktion an. Wer zur Risikogruppe gehört, sollte seine Knochendichte regelmäßig von einem Arzt überprüfen lassen.

Bei bereits erkrankten Menschen sollte das Risiko von Stürzen und Stößen, durch die Knochenbrüche hervorgerufen werden könnten, vermindert werden. Stolperfallen in der Wohnung sollten beseitigt, Teppiche und Läufer mit rutschfesten Unterlagen versehen werden.

Die Rückenhelfer sagen: Der Mineralstoff Kalzium macht Knochen hart und widerstandsfähig. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt Frauen in den Wechseljahren und Männern über 65 Jahre mindestens 1300 Milligramm Kalzium pro Tag. Bis zu 2500 Milligramm täglich gelten als gut verträglich.

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