Heilungsschancen bei Osteoporose

| 9. Jun. 2011

Knochenstruktur.

Das Risiko einer Erkranknung an Osteporose (Knochenschwund) steigt mit zunehmende Alter. Doch wie steht es um die Heilungschancen? Und was können Betroffene tun?

Bei einem gesunden Knochen kommt es ständig zu Umbauprozessen innerhalb der Knochenstruktur. Durch die Osteoklasten wird der Knochen ab- und durch die Osteoblasten wieder aufgebaut. Normalerweise halten sich diese Prozesse die Waage, sodass der Knochen immer die richtige Struktur aufweist. Bei einer Osteoporose kommt es jedoch zu einem Ungleichgewicht dieses Zusammenspiels, der Knochen wird schneller ab- als wieder aufgebaut.

Daher spricht man auch von Knochenschwund. Als Folge davon verliert der Knochen seine Stabilität und Festigkeit. Der Betroffene leidet häufig unter Rückenschmerzen und erleidet schneller Knochenbrüche, auch im Bereich der Wirbelsäule. Dies kann dazu führen, dass der Betroffene nicht nur deutlich kleiner wird, sondern auch einen Rundrücken bekommt.

Osteoporose hat hormonelle Ursachen

Da der Knochenumbau in erster Linie ein hormonell gesteuerter Prozess ist, leiden besonders Frauen nach den Wechseljahren oder solche, denen die Eierstöcke entfernt werden, unter Osteoporose. Da bei Männern die Hormonumstellung erst später passiert, leiden sie meist erst nach dem 70. Lebensjahr unter den Folgen vom Knochenschwund.

Aber auch eine längerfristige Anwendung von cortisonhaltigen Medikamenten, Untergewicht, Bewegungsmangel, Mangelernährung, übermäßiger Nikotin- oder Alkoholgenuss kann zu der Entstehung einer Osteoporose beitragen.

Was man gegen Osteoporose tun kann

Als Therapie der Osteoporose gibt es verschiedenen Ansätze. Einerseits kann versucht werden, durch die Gabe von Calcitonin, Bisphosphonaten oder Präparaten mit Östrogengehalt den Knochenabbau aufzuhalten.

Des Weiteren ist eine gesunde und kalziumreiche Ernährung, die zusätzlich viel Vitamin D enthalten sollte, sehr hilfreich. Pro Tag sollten dem Körper ungefähr 1,5 Gramm Kalzium zugeführt werden. Dies kann auch durch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln unterstützt werden.

Zusätzlich dazu kann eine Physio- sowie physikalische Therapie durchgeführt werden. Dies stärkt nicht nur den Knochen, sondern bekämpft auch die entstandenen Fehlhaltungen und Verkrampfungen. Durch eine Verminderung der Rückenschmerzen wird es dem Betroffenen ermöglicht, den Teufelskreis aus Rückenschmerzen und dadurch bedingten Bewegungsmangel wieder zu verlassen.

Auch Akupunktur, Infrarot und andere Wärmebehandlungen können in der ersten Zeit die akuten Schmerzzustände lindern.

Muskelstärkung steht bei der Therapie von Osteoporose an erster Stelle

Danach sollte jedoch die Muskelstärkung und damit der Knochenaufbau an erster Stelle stehen. Dies kann durch spezielle physiotherapeutische Übungen, Schwimmen und Aquagymnastik schonend ermöglicht werden.

Auch durch eine gute und erfolgreiche Therapie besteht zwar keine Aussicht auf vollständige Heilung der Osteoporose, da der bereits stattgefundenen Knochenabbau nicht vollständig wieder umgekehrt werden kann. Je nach Fortschritt des Knochenschwundes kann durch die Therapie vom Knochenschwund jedoch wieder ein normaler und schmerzfreier Lebenswandel ermöglicht werden.

Video: Was ist Osteoporose?

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