Innovation: Sensor gegen Haltungsschäden

| 27. Jan. 2011 | Kommentare (3)

TU-Student Ghaith Noman mit dem Prototyp seiner Erfindung. Bild: Patrick Bal / TU Darmstadt

Fehlhaltungen und Haltungsschäden sind die Hauptursache für Rückenschmerzen. Ein von Studenten der TU Darmstadt entwickeltes Gerät kann dem vorbeugen.

Das von den beiden Studenten Ghaith Noman und Azam Mahmood entwickelte Gerät ist nicht größer als ein USB-Stick und wird mit einem doppelseitigen medizinischen Sticker auf der bloßen Haut angebracht. Sobald für eine gewisse Zeit eine falsche Rückenhaltung eingenommen wird, sendet das Gerät ein Warnsignal. um den Träger zu korrekter Haltung aufzufordern.

Wie funktioniert das?

Ein Mikrorechner vergleicht dazu permanent die Ist-Position des Nutzers mit einer individuell auf ihn zugeschnittenen Soll-Position. Wenn die Abweichung zwischen Ist und Soll länger als 60 Sekunden im ungünstigen Bereich liegt, vibriert das Gerät. Die Bedienung ist einfach. Es gibt nur einen Knopf zum Ein- und Ausschalten sowie zum Speichern der Soll-Position. Das Gerät ist unter der Kleidung nicht sichtbar.

Haltung wird den Tag über aufgezeichnet

Zusätzlich zur akuten Aufforderung, die Haltung zu ändern, zeichnet das Gerät über den gesamten Tagesverlauf die Rückenhaltung auf. „So ist es im Nachhinein möglich, die Gesamtzeit der idealen, Rücken schonenden Haltung der Gesamtzeit der falschen Haltung gegenüberzustellen und so etwa Lerneffekte zu beobachten“, erklärt Ghaith Noman.

Für ihre Erfindung wurden Noman und Mahmood beim TU-Ideenwettbewerb 2010 mit dem dritten Platz ausgezeichnet. Derzeit suchen sie noch einen Partner für die Markteinführung ihrer Innovation.

TU Darmstadt | Pressemitteilung “Sensor verhindert Haltungsschäden”»

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Kommentare (3)

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  1. Christiane vom Gruben sagt:

    Gibt es den Sensor schon zu kaufen?
    und wenn ja, dann wo?

    Danke!

    • Redaktion sagt:

      Nein, nach unseren Informationen müssen die beiden Erfinder vorerst einmal ihre Klausuren abwickeln, ehe sie sich um die Weiterentwicklung und Vermarktung kümmen können. Sobald wir mehr darüber wissen, werden wir selbstverständlich auch darüber berichten.
      Eine Sache noch dazu: Hier der Bericht eines Reporters, der den Prototypen an sich testen konnte.

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