Radikulopathie: Woher kommt diese Krankheit?

| 3. Jul. 2011 | Kommentare (0)

Die Nervenkrankheit Radikulopathie (oder Radikulitis) äußert sich oft in starken Rückenschmerzen. Doch woher kommt sie überhaupt?

Bei der auch als Radikulitis, Wurzelneuritis oder Wurzelsyndrom bekannten Nervenerkrankung Radikulopathie kommt es durch Reizung bzw. Schädigung der Nervenwurzeln zu Empfndungsstörungen, die zu chronischen Schmerzzuständen oder gar Lähmungen führen können. Ihre Ursachen sind äußerst vielfältig, stehen aber immer im Zusammenhang mit einer Schädigung der Wirbelsäule.

Man unterteilt in zervikale und lumbale Radikulopathie, also in eine Schädigung der Nervenwurzeln im Bereich der Halbwirbelsäule bzw. der Lendenwirbelsäule. Zu einer Irritation der Nervenwurzeln können beispielsweise Osteopathien, also degenerative Veränderungen der Knochen, oder Osteitiden, also entzündliche Veränderungen der Knochen, führen.

Radikulpathie kann viele Ursachen haben

Auch kommen sogenannte Spondylarthrosen, also degenerative Veränderungen der Wirbelsäule, die die Wirbelbogengelenke betreffen, als Ursache in Frage, ebenso die Spondylolisthese genannte Instabilität der Wirbelsäule oder eine Hypertrophie der Wirbelbogengelenke. Ferner als Ursache kommen infektiöse oder autoimmunologische Nervenwurzelentzündungen in Frage, wie beispielsweise die Viruserkrankung Herpes Zoster (Gürtelrose) oder die durch Bakterien ausgelöste Infektionskrankheit Lyme-Borreliose.

Darüber hinaus kann auch ein Bandscheibenvorfall die Radikulitis auslösen, seltener ein Knochentumor oder ein Hämatom, also ein Bluterguss. Treten die besagten knöchernen degenerativen Veränderungen und der Bandscheibenvorfall recht häufig als Ursache der Radikulopathie auf, sind lokale Raumforderungen (Tumore, Hämatome und entzündliche Veränderungen wie Abzesse) sowie entzündliche Veränderungen, Minderdurchblutung und andere krankhafte Vorgänge des Rückenmarkkanals eher selten.

Die Symptome bei Radikulopathie

Betroffene leiden nicht selten an starken Rückenschmerzen besonders im Lumbalbereich der Wirbelsäule. Zudem tritt eine Leitungsblockierung des betroffenen Nervs bzw. der betroffenen Nerven auf, sodass es zu motorischen bzw. neurologischen Ausfallerscheinungen kommt. Die Rückenschmerzen sind von einschießender Natur; bei der Untersuchung findet sich aber auch häufig Klopf- oder Druckschmerz in Lumbalbereich sowie Schmerz beim Husten, Niesen oder Pressen.

Von großer Problematik ist nicht nur, dass die Rückenschmerzen bei Chronifizierung oftmals zur Berufsunfähigkeit führen, sondern auch zu Depressionen. Wenn die Nerven von Zwerchfell und Atemhilfsmuskulatur am Geschehen beteiligt sind, kann es darüber hinaus zu lebensbedrohlichen Atemausfällen kommen.

Wie Radikulopathie behandelt wird

Die Behandlung einer Radikulopathie ist immer abhängig von ihrer Ursache. Bei ausgeprägten degenerativen Veränderungen im Lumbalbereich ist die Therapie, die aus einer Kombination aus physikalischen und medikamentösen Maßnahmen zur Schmerzlinderung besteht, jedoch oftmals unbefriedigend. Von Ruhigstellung des betroffenen Bereichs bis zu Gabe von entzündungshemmenden Schmerzmitteln, sogenannten nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) über Analgetika bis hin zu Muskelrelaxantien reicht die konventionelle Behandlung der Erkrankung.

Recht neu ist das sogenannte Andullationsverfahren, das eventuell Abhilfe schaffen kann. Patienten, bei denen die konservativen Therapien erfolglos bleiben, sollten eine Operation in Betracht ziehen.

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