Lumboischialgie: Ursachen, Symptome, Therapie

| 7. Jul. 2011

Die Lumboischialgie unterscheidet sich von anderen Rückenschmerzen. Hier erfahren Sie alles zu Ursachen, Symptomen und geeigneter Therapie.

Rückenschmerzen haben sich mittlerweile zur Volkskrankheit Nummer Eins entwickelt und sind häufigster Grund für Krankschreibungen. Dies ist weiter nicht verwunderlich, denn die meisten von uns verbringen ihren Berufsalltag vorwiegend im Sitzen. Auch nach Feierabend haben die wenigsten noch Lust, sich sportlich zu betätigen. Dies jedoch ist einer der Hauptgründe für Rückenschmerzen, denn ein untrainierter Rücken verursacht weitaus häufiger Schmerzen.

Die meisten der betroffenen Patienten klagen über Schmerzen in der Lendenwirbelsäule LWS – in immerhin 75 Prozent der Fälle ist dieser Bereich des Rückens betroffen. Dies wird in der medizinischen Fachsprache auch als Lumboischialgie bezeichnet. Diese Kreuzschmerzen ziehen teilweise sogar in die Beine – dies übrigens unterscheidet die Lumboischialgie vom Bandscheibenvorfall, welcher tatsächlich nur die Lendenwirbelsäule LWS betrifft und nicht in die Beine ausstrahlt.

Frauen sind prozentual gesehen häufiger von Rückenschmerzen betroffen; immerhin 60 bis 80 Prozent der Frauen zwischen 30 und 60 Jahren leiden an diesem Symptom. Menschen, die an Schmerzen im Rücken leiden, fühlen sich meist auch müde und abgespannt. Vor allem in den Morgenstunden kommt es zu einer Steifheit der Gelenke und des Rückens.

Was ist eine Lumboischialgie?

Die Ursachen für Rückenschmerzen sind vielfältig, in vielen Fällen liegt den Beschwerden keine organische Ursache zugrunde. Auch psychische Probleme nämlich führen nicht selten zu Schmerzen und Verspannungen im Bereich der Lendenwirbelsäule LWS. In vielen Fällen sind jedoch auch Fehlhaltungen der Auslöser für die Lumboischialgie. Bei älteren Menschen wiederum entstehen die Beschwerden meist durch Abnutzungserscheinungen – typische Erkrankungen sind die Osteoporose sowie die Arthrose. Genauso gut kann aber auch ein eingeklemmter Nerv die Schmerzen verursachen. Man sieht also: die Ursachen für die Lumboischialgie sind vielfältig.

Die Therapie der Symptome richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache. Neben der ausführlichen Befragung des Patienten werden zu diesem Zweck häufig auch Röntgenuntersuchungen oder die Computertomografie durchgeführt. Ein besonderes Untersuchungsverfahren ist die sogenannte Myelographie – bei dieser wird ein Kontrastmittel gespritzt, welches es möglich macht, die Nerven des Rückenmarks darzustellen.

Die besten Hausmittel bei Lumbolischialgie

Besonders bei leichten Schmerzen im Rücken hilft Wärme meist besonders gut. Ein heißes Bad oder auch eine Infrarotlampe wirken hier wahre Wunder. Ebenso werden gern Packungen aus Fango oder Moorschlamm eingesetzt. Auch Massagen können dabei helfen, die Schmerzen zu lindern. Viele der Patienten wiederum schwören auf die Akupunktur als Therapiemaßnahme.

Regelmäßige Saunagänge können übrigens ebenso helfen, die Muskulatur zu entspannen und Schmerzen im Rücken vorzubeugen.

Natürlich gibt es auch wirkungsvolle Medikamente, die bei Schmerzen im Rücken helfen. Eine Operation sollte immer der letzte Ausweg sein; die meisten dieser chirurgischen Eingriffe werden an der Bandscheibe durchgeführt.

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