Die Ursachen von Osteoporose

| 19. Nov. 2010

Osteoporose (Knochenschwund) ist eine der häufigsten Stoffwechselerkrankungen des Knochens. Bei Osteoporosepatienten nimmt die Knochenmasse ab, wohingegen bei einem gesunden Menschen der Knochenauf- und abbau miteinander harmonisiert. Die Knochen sind geschwächt und verlieren an Stabilität, sowie Elastizität.

Ursachen von Osteoporose

Ursachen von Osteoporose können zum einen Kalciummangel sein, da Kalcium eine besondere Rolle für die Knochenbildung darstellt. Wird über die Nahrung zu wenig Calcium aufgenommen, greift der Körper auf das Calcium der Knochen zurück. Aber auch Vitamin D-Mangel kann die Kalciumaufnahme verschlechtern.

Weitere Ursachen sind beispielsweise Östrogenmangel. Bei fehlender Produktion von Östrogen kommt es zu einem vermehrten Knochenabbau. Dieser Mangel wird häufig durch die Wechseljahre herbei geführt. Daher sind auch eher Frauen, statt Männer betroffen. Das Alter liegt zwischen 40 und 45 Jahren.

Auch Untergewicht und wenig Bewegung fördern Osteoporose

Bewegungsmangel kann ebenso zu Osteoporose führen. Grund hierführ ist der Abbau der Knochendichte. Und Untergewicht, meist hervorgerufen durch Essstörungen wie Anorexia und Bulemia nervosa, sorgt für das Ausbleiben der Regel und verhindert somit die Produktion von Östrogen. Die Knochenmasse wird, wie in den Wechseljahren, beschädigt.

Bei übermäßigen Diäten wird der Körper übersäuert und um dem entgegenzuwirken wird viel Kalcium verbraucht, das den Knochen entzogen wird. Ist die Ernährung dann auch noch sehr einseitig, besteht das Risiko, dass der Körper zu wenig Kalcium und Vitamin D zugeführt bekommt.

Medikamente können Knochenmasse beschädigen

Medikamente können ebenso unsere Knochenmasse schädigen. Dabei sind Cortison und Cortisol die häufigsten Verursacher. Verschrieben werden diese beiden Medikamente meist bei Rheumaerkrankungen. Diese können aber beispielsweise die Kalciumaufnahme verschlechtern und die Kalciumausscheidung erhöhen.

Weitere Ursachen von Osteoporose

  • Einige Medikamente gegen Bluthochdruck fördern ebenso die Ausscheidung von Kalcium.
  • Phosphatbinder besitzen auch einen knochenschädigende Wirkung.
  • Schilddrüsenüberfunktionen führen zu einer Calciumausschüttung, da der Knochenumsatz gesteigert ist.
  • Kalciummangel tritt auch oft bei Menschen mit Laktoseintoleranz auf, da keine oder zu wenig Milchprodukte aufgenommen werden.
  • Nierenerkrankungen und Diabetes Mellitus verhindern die Aufnahme von Calcium und Vitamin D.
  • Zu hoher Alkoholgenuss hemmt die knochenaufbauenden Zellen. Der Knochenabbau schreitet so immer weiter voran und das Skelett wird brüchig.
  • Rauchen führt zu Vitamin D- und Vitamin C – Mangel und das Nikotin beschleunigt den Abbau von Östrogenen, die wiederum die Wechseljahre früher beginnen lassen.
  • Weitere Ursachen können die frühzeitige Entfernung von Eierstöcken sein, welche die Produktion von schützenden Hormonen verkürzt.

Woran erkenne ich Osteoporose?

Erste Symptome können dumpfe Rückenschmerzen sein. Grund hierfür ist, dass der Verlust der Knochendichte an den Wirbelkörpern besonders ausgeprägt ist. Im weiteren Verlauf kommt es häufig zu Knochenbrüchen, die scheinbar ohne erkennbare Ursache auftreten und zu starken Schmerzen führen.

Weitere Symptome sind die Verformung der Wirbelsäule, auch Witwenbuckel genannt, welche durch die Wirbelbrüche entsteht, sowie eine Verminderung der Körpergröße bis zu 4 cm.

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