Die richtige Ernährung bei Osteoporose

| 10. Jun. 2011

Leider lässt sich Osteoporose (Knochenschwund) nicht aufhalten. Doch richtige Ernährung kann den Krankheitsverlauf verlangsamen.

Fisch, Brokkoli, Käse, Milch

Bei Osteoporose ist calziumreiche Nahrung wie Fisch, Brokkoli, Käse oder Milch wichtig.

Osteoporose ist mittlerweile eine Volkskrankheit, von der besonders die Frauen betroffen sind. Mit zunehmendem Alter können vermehrt Rückenschmerzen auftreten, die in Knochenschwund durch Osteoporose ihre Ursache finden.

Osteoporose entsteht in der Wirbelsäule, wo der Speicherort für verschiedene Mineralstoffe ist. Phosphor und Calcium, Kalium und Natrium sowie Magnesium sind maßgeblich am Aufbau der Knochenstruktur beteiligt. Eine Ernährung mit ausreichend Calzium spielt eine bedeutende Rolle. Da bis zum 35. Lebensjahr ein Knochenaufbau stattfindet, sind Rückenschmerzen bis zu diesem Alter kein Hinweis auf Osteoporose.

Osteoporose und Knochenschwund entstehen langsam und unmerklich, weil sich ab dem 35. Lebensjahr der Knochen wieder abbaut. Mit einem Prozent Knochensubstanz, die je Jahr verloren geht, liegt es nahe, dass ab dem 50. Lebensjahr Osteoporose eine mögliche Diagnose ist, wenn Rückenschmerzen auftreten. In diesem Alter spielt nun die Ernährung und vor allem das Calzium eine bedeutende Rolle für den Knochenbau.

Calzium ist wichtig

Ein Knochenschwund tritt durch Mangel an Calzium auf, da das Knochenmaterial zu 99 Prozent das wertvolle Mineral benötigt, um stabil zu bleiben. Nur über die Ernährung kann der Körper ausreichend Calcium aufnehmen, um Spätfolgen abzumildern. Da die Regulierung des Calciumhaushaltes durch Hormone und andere Stoffe gesteuert wird, zu denen Parathormon und Calcitonin sowie Vitamin D, aber auch das Östrogen, das Cortison und das Schilddrüsenhormon, ist es wichtig, auf eine ausgewogene Ernährungsweise zu achten.

Die Wirkungen fortschreitenden Knochenabbaus zeigen sich in Buckelbildung und geringer werdender Körpergröße, in einem dicker werdenden Bauch, ohne dass Gewicht zugenommen wird und durch vermehrte Faltenbildung auf dem Rücken. Später können Oberschenkelfrakturen dazukommen.

Diagnostiziert werden kann mittels Knochendichtemessung und Knochenbiopsie oder auch einer Röntgenuntersuchung, wobei die ersten beiden Diagnoseformen aussagekräftiger sind.

Empfohlene Ernährung bei Osteoporose

Bei der Ernährungsempfehlung gilt die Faustregel, dass für die Aufnahme von 1000 mg Calcium ein halber Liter Milch oder 40 g Emmentaler auseichend sind. Da wir täglich mindestens 300 mg Calcium ausscheiden, muss die Nahrung calciumreich sein.

Der Bedarf Erwachsener liegt bei 800 bis 1000 mg, wobei durchschnittlich maximal 500 mg aufgenommen werden. Calciumreich sind grüne Gemüse und Kräuter, Nüsse und Milchprodukte, wobei Quark nicht dazu zählt. Emmentaler, Edamer enthalten bei 2 Scheiben zwischen 500 – 500 mg, 200 ml Milch oder Buttermilch nur 240 mg. 200 g Grünkohl mehr als 400 mg, Broccoli 170 mg, 15 g Petersilie 40 mg, 50 g Mandeln oder Haselnüsse 120 mg und 150 g Tofu 150 mg. Fisch enthält das Vitamin D, aber wenig Calcium.

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